Finanz Lexikon

Absichten bei Vermögensanlagen und Wertpapieren

Sicherheitsaspekt bei Wertanlagen Ein mögliches Ziel bei Vermögensanlagen ist die Verfolgung des Sicherheitskriteriums. Besonders wenn hart erspartes Geld investiert werden soll darf der Wert des Vermögens nicht stark schwanken. Hier greift man zu Anlagemöglichkeiten, welche auf den Sicherheitsaspekt abzielen. In diesem Fall müssen die Risiken Anlagen minimiert sein. Zu den gängigen Risiken gehören in der Regel. Die Bonität des gesponserten Unternehmens, das Kursrisiko und im Fall von Auslandsinvestitionen, die politischen Verhältnisse im Bezug auf das Wechselkursrisiko und Währungsentwicklungen des Landes.

Will ein Anleger auf Nummer sicher gehen, so hat er die Möglichkeit seine Investitionen zu streuen und in unterschiedliche Anlagemöglichkeiten zu investieren. Diese Vermögensstreuung oder auch Diversifizierung kann auf unterschiedliche Art und Weise erzielt werden. Zum einen hat ein Anleger die Möglichkeit unterschiedliche Wertpapierformen zu erwerben. Diese Wertpapiere können auch aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen oder Ländern stammen. Auch das Einbeziehen unterschiedlicher Währungen im Wertpapierdepot kann einen ausgewogenen Ausgleich schaffen.

Liquidität bei Wertanlagen

Ein weiterer Aspekt beim Anlegen des Vermögens ist die Liquidität. Was wird darunter verstanden? Im Prinzip handelt es sich um die Zeitspanne, in welcher das investierte oder fest angelegte Vermögen wieder in Bargeld umgewandelt werden kann. Betrachtet man Aktien, so werden diese täglich auf Börsen gehandelt und können somit täglich gehandelt und verkauft/liquidiert werden. Wird jedoch das Vermögen in festverzinsliche Wertanlagen angelegt, so ist die Laufzeit bei diesen Wertpapieren meistens auf einen fest geschrieben. Bei diesen Wertpapieranlagen geht man meistens von einem längeren Realisierungszeitraum aus. Will der Inhaber solcher Anlagen schnell ans Geld, weil er in Geldnot gerät, so müssen meistens Einbußen im Wert der Geldanlagen in kauf genommen werden. Daher ist bei dieser Anlagemöglichkeit die Liquidität gering einschätzen.

Rentabilität von Finanzanlagen

Was versteht man unter der Rentabilität von Wertpapieren? Die Rentabilität eines Wertpapiers wird am Ertrag gemessen. Das bedeutet am Ertrag oder Gewinn des investierten Kapitals wird die Rentabilität ermittelt. Der Ertrag eines Wertpapiers kann sehr vielseitig sein. Dazu gehören Zinsen, Dividenden oder anderweitige Kapitalausschüttungen. Auch Kurssteigerungen einer Aktie oder anderweitig gehandeltem Wertpapier sind Wertsteigerungen und müssen bei der Rentabilitätsberechnung einbezogen werden.

Zu beachten ist bei der Rentabilität der Zeitpunkt der Geldausschüttung. Denn je nach Vertragsabschluss können die Erträge nach Vertragsablauf dem Anleger gut geschrieben werden oder während der Laufzeit zu bestimmten Stichtagen. Wird Vermögen angesammelt spricht man im Fachchargong von Thesaurierung. Die Vermögenssausschüttung sollte stets mit Ihren steuerlichen Zielen konform sein. Anzumerken ist bei der Rentabilität stets der Aspekt, dass während des Zeitablaufs die Erträge schwanken können oder nach Vertrag festgeschrieben also gleich bleibend sein können.

Die Rentabilität ist für die Geldanleger eine mögliche Kennzahl um die Vielzahl der Geldanlagen miteinander vergleichbar zu machen. Denn auf diese Weise können die unterschiedlichsten Investitionsmöglichkeiten einander gegenübergestellt werden. Das Fazit zur Rendite kann wie folgt definiert werden. Die Rendite stellt das Verhältnis des jährlichen Ertrages unter Einbezug des eingesetzten Kapitals unter Berücksichtigung der (Rest-)Laufzeit des Wertpapiers dar.

Bei privaten Anlegern ist stets ein Augenmerk auf die Rendite nach Steuern zu legen. Denn Kapitaleinkünfte sind Einkommensteuerpflichtig!

Magisches Dreieck bei Vermögensanlagen

Die Aspekte der Rentabilität, der Sicherheit und der Liquidität stellen das magische Dreieck bei den Vermögensanlagen dar. Diese drei Aspekte zur Bewertung oder Beurteilung der Wertanlagen sind nicht immer miteinander vereinbar. Teilweise stehen diese in Konkurrenz miteinander. 

Bei näherer Betrachtung von Sicherheit und dem Rentabilitätsaspekt kommt man schnell zu dem Schluss, dass je höher die Sicherheit einer Wertanlage ist desto niedriger die Rendite eines Wertpapiers ist. Hohe Renditen können nur erzielt werden, wenn der Anleger ein hohes Anlegerisiko in Kauf nimmt.

Auch die Liquidität steht mit der Rentabilität im konkurrierenden Zusammenhang. In dem Fall, dass eine Anlage zur hohen Liquidität neigt, muss der Anleger mit einem Renditeabstrich rechnen. Jeder Anleger muss sich selbst im Klaren sein, welche Anlage zu seinen Anlagemöglichkeiten passt. Auch wenn der Anleger das Risiko liebt, sollte er sich dennoch darüber im Klaren sein, wie lange er gebraucht hat um das Geld, welches angelegt werden soll zu erwirtschaften. Ein lang erspartes Geld sollte nicht auf spekulative Weise in Aktien investiert werden. Genauso verhält es sich mit Geld, das dem Anleger schnell in die Hände geflossen ist. Denn in diesem Fall kann solches Geld, auf das auch im Notfall verzichtet werden kann in spekulative Wertpapiere investiert werden.