Goldhändler
Der Goldpreis erreicht in diesen Tagen bisher nicht gekannte Höhen. Begründet in der zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in vielen Ländern, einer sehr kritischen Einstellung der jeweiligen Währungen gegenüber, ist der Goldpreis seit den siebziger Jahren ständig gestiegen.
Goldhändler- und Besitzer generieren aus dieser Entwicklung wachsende Gewinne. Der Goldpreis an der Börse wird seit dem Jahre 1919 bei einem jährlichen Treffen der Goldhändler in einer Filiale der Rothschild-Banken in London formal fixiert. Ein tägliches Treffen entscheidet über den Tagespreis an der Börse.
Der Rohstoff Gold in physischer Form, aber genauso Goldzertifikate und Goldfonds werden seit jeher von Anlegern zur Depotoptimierung verwandt. Gold hat den unbedingten Ruf, vor Inflationen sicher zu sein. Nach der Weltwirtschaftskrise 1929 fiel der Goldkurs allerdings, um sich erst etwa zwei Jahre später wieder zu erholen.
Seit dem Ende Bretton Woods Systems in 1971 stieg der Preis Feinunze jedoch ständig an, lediglich mit einem Zwischentief durch die Hunt’sche Silberspekulation 1979. Gold wird seit jeher in Form von Goldmünzen und Goldbarren auf den Märkten gehandelt. Es ist möglich und durchaus gängig den Goldpreis zu beeinflussen. Große Goldhändler, wie Zentralbanken und auch Goldminen können durch forcierten Verkauf entsprechender Wertpapiere, beziehungs gesteigerter Produktion des Rohstoffs den Preis sinken lassen.
Ist eine Erhöhung des Preises erwünscht, so kaufen Banken vermehrt Gold an, die Produktion wird gedrosselt.
Gold ist nicht wirklich ein Metall, das industriell genutzt werden kann. Es diente lange Zeit als Deckung für Währungen. Für die gigantische Geldmenge die heute in Umlauf ist, würde jedoch die vorhandene Goldmenge niemals ausreichen. Die Aufgabe des Goldstandards ist mit als ursächlich zu sehen für die ausufernden Finanzspekulation der letzten Jahre, auch machte die Aufgabe der Währungsdeckung inflationäres Geld, wie es die Staaten in den großen Kriegen benötigten, erst möglich. Auf der anderen Argumentationsseite wird der Goldstandard als Ursache einer Deflation gesehen, die letztendlich zur der damaligen Krise des Weltmarktes führte.
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Heute, erneut in den Zeiten einer unsicheren Ökonomie, erweißt sich der Rohstoff als ausgezeichnete alternative Anlageklasse. Die Tendenz des Goldpreises neigt zu steigenden Preisen, der Preis soll laut World Gold Council in 2010 den des Jahres 2009 noch übertreffen. Mit als Ursache hierfür wird die Erholung der Wirtschaft in Indien, des größten Goldimporteurs im internationalen Geschäft, angegeben. Der Goldpreis ist grundsätzlich als einer der wichtigsten Krisen- und Inflations-Indikatoren zu sehen, sodass die Schwierigkeiten, mit denen Regierungen weltweit zu kämpfen haben, eher für die Tendenz eines langsam weiter steigenden Preises für den Rohstoff sprechen. Jedenfalls hat ein Goldhändler, der vor einigen Jahren seine Reserven aufstockte, bis zum heutigen Tag einen durchaus ansehnlichen Gewinn generiert.