Palladium

Palladium

Palladium zählt als chemisches Element zu den Übergangsmetallen, genauer gesagt zu den Platinmetallen. Generell ähnelt es in seinen Eigenschaften sehr dem Platin. Die Förderquellen im Ural, in Australien, Nord- und Südamerika gelten seit Jahrzehnten als ausgebeutet. Heutzutage wird Palladium zumeist (40%) aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen. Dies geschieht zur Hauptsache in russischen Produktionen. Hierbei wird künftig auch das Recycling von Abgaskatalysatoren aus Altwagen zunehmend eine Rolle spielen. Zwar kann man theoretisch auch Palladium aus alten Brennelementen von Kernreaktoren gewinnen, doch da bei der Transmutation auch das radioaktive Palladiumisotop Pd107 entsteht, das eine Halbwertzeit von 6,5 Millionen Jahren hat, müsste man eine sehr aufwendige Isotopentrennung (physikalisches Verfahren)vornehmen, um es wiederverwendbar zu machen. Eher gelingt es mittels Di-n-hexysulfid Palladium ähnlich wie Gold von anderen Metallen zu trennen.

Im Metallcharakter ist das Edelmetall dem benachbarten Silber ähnlich. Palladium ist deshalb interessant als Edelmetall, weil es über die höchste Absorptionsfähigkeit aller Elemente für Wasserstoff verfügt. Seine weitere Verwendung besteht in einer Feinverteilung, wobei es so hervorragend als Katalysator zur Beschleunigung chemischer Reaktionen geeignet ist. Deshalb findet Palladium sehr vielseitig Verwendung. Unter diesen Anwenderindustrien sind viele mit zukunftsträchtigen Entwicklungen, wie z.B. Kontaktwerkstoff für Relais in Kommunikationsanlagen, Goldersatz in der Elektroindustrie (Kontakte), Nanotechnologie, Halbleiterbauelemente, zur Legierung von Titan.

Die Feinunze(= 31,1 g) Palladium kostet 584,50 US Dollar( Kurswert vom 12.10.10 9:13 H). Damit liegt der Wert geringfügig (3,50 US Dollar) unter dem Wert des Vortages. Da aber alle Metalle im Kurs im Bereich von ca. 4 US Dollar sanken, stellt dies kein nennenswertes Problem dar. Man kann dennoch von einem positiven Kurs sprechen, wenn man davon ausgeht, dass der niedrigste Handelswert von Palladium bei 315 US Dollar lag und der höchste bei 604 US Dollar. Allerdings lag der Preis rückblickend seit Mitte September nie niedriger als 560 US Dollar.

Im Vergleich zwischen Gold, Silber und Palladium wird deutlich, dass die Medien gar nicht so viel Aufhebens um den Rohstoff machen, dass aber gerade die steigenden Produktionszahlen von Autos in China eine stetige Steigerung des Rohstoffes mit sich brachte. Auch spekuliert man auf Seiten von Analysten erheblich mit der Vermutung, dass die russischen Vorkommen gänzlich erschöpft seien, so dass von daher auch keine namhafte Konkurrenz mehr zu befürchten sei. Wenn sich diese Spekulationen bestätigen sollten, könnte sich der Preis für Palladium in den kommenden zwei Jahren verdoppeln.

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Da gleichzeitig auf dem Weltmarkt der Preis für Platin bei 1676 US Dollar angekommen ist, versuchen Firmen auf Palladium in der Verarbeitung umzusteigen.